Musik im Zelt 2014

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TIERRA NEGRA & BAND
feat. Raughi Ebert & Leo Henrichs
„MEMORY LANE“
Samstag, 23. August 2014, 20.00 Uhr
Zirkuszelt JH, Nettetal-Hinsbeck
Eintritt: € 18,-

 

 


Die Veranstaltungsreihe des Kulturkreises in der außergewöhnlichen Spielstätte des Zirkuszeltes hat sich in nunmehr 6 Jahren als absolut glückliche Entscheidung des KDW herausgestellt. Alle bisherigen Ensembles waren von überragender Qualität und für die Nettetaler Musikszene eine hundertprozentige Bereicherung. Dies war auch in diesem Jahr wieder der Fall.

Mit dem Gitarrenduo TIERRA NEGRA und ihren beiden Begleitern an Bass und Percussion bot der Kulturkreis wieder ein Ensemble der absoluten Weltklasse auf. Mit ihrem Programm „Memory Lane“ stellten sie uns eine Weltreise in musikalischer Form und berauschenden Bildern vor.

tierra1Tierra Negra wird zu den Protagonisten der mediterreanean guitar lounge und des Flamenco Nuevo gezählt. Ohne den Faden zur Rumba Flamenco-Tradition der südfranzösischen Camargue und Spaniens zu verlieren, schufen sie in ihrer Musik eine einzigartige Verbindung von Folklore-, Jazz- und Lounge-Elementen. Musikalisches Bindeglied in ihren Kompositionen und in ihrer Zusammenarbeit war jedoch immer der Flamenco – ohne dass sie sich nach ihrem Kennenlernen im Jahr 1988 jemals bewusst darauf geeinigt hätten. Da sie mit ihrer instrumentalen Musik jedoch immer wieder den klassischen Pfad des Flamenco verlassen, nennen sie ihren Musikstil „mediterranean guitar lounge“.
Mit ihrem unverkennbaren Stil gelang es den beiden Musikern, ihre Zuhörer auf eine musikalische Reise in den warmen Süden Europas zu entführen – zum Beispiel in die Camargue, in die sich die beiden Gitarristen regelmäßig zurückziehen und in der viele ihrer Kompositionen entstanden. Wie eine Hommage an die raue und doch liebliche Natur dieser faszinierenden Gegend Südfrankreichs, überzeugten die Stücke des Duos gleichermaßen durch Rhythmus und Melodie – der mitreißende Groove der Begleitgitarre stahl der Melodie der Leadgitarre dennoch nie ihren Platz im Vordergrund der Kompositionen. Die Perfektion im Zusammenspiel des unermüdlich konzertierenden Duos und die Kreativität, die den Zuhörer verführte, ließ einen geschlossenen Auges glauben, nicht nur zwei, sondern mehrere Musiker zu hören.
Mit oder ohne ihre Band schaffte es Tierra Negra, ihre Begeisterung für die eigene Musik unmittelbar zur Begeisterung seines Publikums zu machen und dieses am Ende eines Konzertes begeistert und fasziniert zurückzulassen – ihr Auftritt überzeugte nicht durch aufwendige Technik- und Bühneneffekte, sondern durch die pure Konzentration auf ihre Musik.